Ist Open Source Software sicher?
Ja. In Open Source Software fliesst das Wissen und die Erfahrung unzähliger Anwender und Entwickler ein. Ganze Entwicklergruppen bilden sich und arbeiten über die Grenzen hinweg zusammen - weltweit, rund um die Uhr. Der Quellcode der Programmierung wird laufend geprüft, Probleme werden schnell erkannt und Fehler sofort behoben.
Allerdings besteht ein Zielkonflikt zwischen zwei Anforderungen: einerseits der Versendung von Daten und andererseits der Geheimhaltung dieser Informationen.
Ein Netz ist nur dann völlig sicher, wenn niemand Zugang zu ihm hat. Dann ist es allerdings im Unternehmen und der Verwaltung völlig nutzlos. Daher muss nach Möglichkeiten gesucht werden, welche die Gefahr von Fehlern und Einbrüchen in ein System zumindest minimieren können. Eine Lösung besteht in der Einrichtung von Firewalls. Firewalls arbeiten mit unterschiedlichen Techniken; die einfachste besteht darin, bestimmte Datenpakete abzublocken. Allerdings gibt es keine technische Lösung, die sämtliche Schwachstellen eines Systems beseitigen könnte.
Das zusätzliche ,,Abspecken'' von Betriebssystemen (,,Hardening''), das bei den modular aufgebauten Open-Source-Produkten relativ leicht möglich ist, verringert zudem die Risiken: Wenn etwa keine Notwendigkeit besteht, dass Benutzer per telnet - das ist ein Protokoll und Kommando, um mit anderen Rechnern zu kommunizieren - aus dem Internet auf das interne Netz zugreifen können, so kann dieser Dienst deaktiviert werden. Aehnliches gilt auch für andere ein- und ausgehende Dienste.
Open-Source-Programme sind zudem besser vor trojanischen Pferden - das sind Programme mit versteckten Schadensroutinen - geschützt als Software, deren Quellcode das Geheimnis des Herstellers bleibt. Durch Offenlegung des Source Codes lässt sich ueberprüfen, ob das Programm Hintertüren enthält, die das Ausspionieren des Systems ermöglichen.